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Kleines Dorf - viele Aktivitäten

Fastnacht



Fastnacht in Wingsbach bis 1998


Bald nach Silvester stehen die Maskenbälle in der Halle im Mittelpunkt.
Sessions Beginn ist ja bekanntlich schon im November am 11.11. um 11.11Uhr. Aus diesem Grund beginnen alle Veranstaltungen in der 5. Jahreszeit um 20.11 Uhr. Der Lumpenball am Fasnachtdienstag beendet die Narrenzeit und nach 24:00Uhr wird die Fasnacht beerdigt.


Kinder im Kostüm ca. 1938


Ein Maskenball begann früher immer mit dem Einzug der Masken. Thekendienst übernahm jedes Vereinsmitglied mal und schenkte Bier und Wein für den Verein aus. Die Masken, meist Frauen und Mädchen, hatten an diesem Abend das Aufforderungsrecht zum Tanz. Man konnte die Männer mal so richtig ins Schwitzen bringen und sie anschließend in die Sektbar schleifen, damit sie einen ausgeben. Kurz vor Mitternacht wird ein Tisch und zwei Stühle in die Mitte der Tanzfläche gerückt. Die Masken beeilen sich nun den richtigen Partner für die Demaskierung zu ergattern. Dann beginnt die Polonaise.



Paar für Paar geht es über die Stühle auf den Tisch. Der Unmaskierte nimmt die Maske des Partners ab und ein Kuß beendet die Demaskierung. Die Umstehenden klatschen und johlen während des Spektakels. So manches Rätselraten, wer hinter der Maske steckt, wird jetzt beendet. Auf der andern Seite steigt man gemeinsam zurück zur Tanzfläche. Dann geht es natürlich entweder zur Theke oder in die Bar.



In Wingsbach gab es viele Jahre sogar zwei Fasnachtssitzungen pro Session, die der Turn- und Gesangverein ausrichtete. Richtig zünftig mit Elferrat, Büttenreden, Gardetanz und Männerballett. Die Discordia wirkte 1997 auch mit. 1998 gab es die letzte Kappensitzung in Wingsbach. In den folgenden Jahren wurde noch zweimal der Versuch unternommen einen Kostümball mit Showeinlagen zu präsentieren, aber das war nicht mehr nach dem Geschmack der Wingsbacher.



Fastnachtdienstag
Er gehört den Kindern. Nachmittags wird sich verkleidet und dann zieht man in kleinen Gruppen von Haus zu Haus und singt das Fasnachtslied:
Ho, Ho, Ho, die Fasenacht is do. Gib mer e Stück vom Schinke, loss die Rippe hinke, stei in die Ferscht hol mer lange Werscht geh ins Hinkelhaus, hol mer´n Korb voll Eier raus! Kreppel raus, Kreppel raus, oder es gibt e Loch ins Haus!





Die Kinder bekommen zur Belohnung etwas Süßes oder ein paar Geldstücke. Wenn die Kinder alle Häuser abgeklappert haben, tragen sie stolz ihren Lohn nach Hause. Sie fühlen sich dann besonders reich und es ist ein herrlicher Tag für sie.




Jeder der an seine eigene Jugend denkt, sollte diesen Brauch unterstützen, denn es ist doch besser von Haus zu Haus ziehen und ein Lied singen, als die Hauptstraße abzusperren und Wegzoll zu verlangen. Das sind gefährliche Aktionen, wo es leider schon so manchen schweren Unfall gab.



Kinder überblicken noch nicht die Reichweite ihrer Handlungen, deshalb halten die Wingsbacher Bürger lieber ein paar Süßigkeiten bereit, hören sich das Fasnachtslied an und bewundern die hübsch maskierten Kinder.






Fasching der Kerbegesellschaft




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